Archive | July, 2013

Post aus Preuntsfelden

2 Jul

…heute Nachmittag kam nochmal ” ein Anderer” nach Preuntsfelden. Er sass, wie auf dem Bild zu sehen 15 min. auf dem Dach der Scheune von Hertlein`s.

viele Grüsse von den Ströbel`s

Storch

Fritz

2 Jul

Was hält die Gemeinschaft zusammen und was braucht sie?

Dieser unserer eingangs gestellten Frage möchte ich gerne etwas hinzufügen:

Es geht nicht nur darum, was die Gemeinschaft braucht und was sie zusammen hält. Es geht auch darum, was sie hervor bringt und eine intakte Gemeinschaft auszeichnet.

In Preuntsfelden lebt ein alter Mann, der Wirt des seit langem geschlossen Wirtshauses.Fritz1 Er lebt alleine in diesem Haus in der Mitte des Dorfes. So gut er kann versorgt er sich selbst, seine Hühner und Pflanzen und macht auch Heu, das er nach alter Weise aufbockt.Fritz HühnerJeder kennt ihn und alle versorgen ihn mit. Sei es das tägliche Mittagessen, die Post, der Einkauf, Arztbesuche oder das Besorgen seiner Medikamente. Das hat uns sehr berührt, denn davon wurde uns mit der grössten Selbstverständlichkeit berichtet. Wir, die Anderen, aus der Stadt aber wissen, dass das alles andere ist als selbstverständlich.

Zu Beginn unseres Aufenthaltes schien uns Fritz zu ignorieren.
Doch dann, am vorletzten Tag, hob er im vorbei gehen grüssend die Hand. Dann kam ich mit ihm ins Gespräch und am nächsten Tag, kurz vor der Abfahrt, liess er sich gerne von mir fotografieren.Fritz2

 

Dank

2 Jul

AbfahrtDie alte Ordnung ist wieder hergestellt, der letzte Instant-Housing Trailer abgeholt. Nur die Blumen stehen noch auf dem Tisch. Sie werden wohl noch eine kleine Weile an unsere Anwesenheit hier erinnern.

BlumenVielen Dank an alle Preuntsfeldner, die uns so herzlich aufgenommen und Einblick in ihr Leben gewährt haben. Vielen Dank für das sich Einlassen, all die Versorgung, die Organisation des Festes, die Leihgaben, die praktische Hilfe, die Geschenke, die Gespräche und Begegnungen jeglicher Art, die Fragen und das grossartige Mitmachen von allen, die da gewesen waren.

EinwohnerDank an Manuela, die uns mit Strom und frischen Brötchen versorgte und, als es gar zu verregnet und kalt draussen war, zum Frühstück in ihre Küche einlud. Sie war uns, den Anderen, mit ihrer steten Heiterkeit eine wunderbare temporäre Nachbarin.

Lukas und Kerstin, die bei der Betreuung der Gäste halfen und mit denen wir gerne noch mehr Zeit verbracht hätten, wie auch mit all den anderen Kindern und Jugendlichen im Dorf.

Lea und ihren Tanzpartner für den Tanz im Mondschein um den Dorfplatz, von dem es leider keine Aufnahme gibt.

Fabian für die Computerausdrucke.

Jürgen für die Einrichtung der Internetstation.

Familie Ströbel für die Hängematte und ihre Offenheit.

Marianne für all die kleinen Gaben, die auf dem Tisch auf dem Dorfplatz landeten, für die Milch jeden Morgen und für die wunderbare Esseneinladung.

Gerhard für seine rege Anteilnahme und beiden für das Interview.

Günther für die Leihgabe der Badewanne, in der er einst selbst gebadet hat.

Alfred Wolz, den Bürgermeister, für seine Unterstützung zur Verwirklichung unseres Projektes.

Seiner Frau Ruth für das ausgezeichnete und so liebevolle Mittagessen auf dem Dorfplatz.

Nina und Martin für ihre Leihgaben, die tatkräftige Unterstützung, die Duschgelegenheit und die Vespereinladung.

Waltraud und Günther für ihre Freundschaft, ihre stets offene Tür, die Bewirtung selbst unserer Gäste und das zur Verfügung stellen aller möglichen Kleinigkeiten.

Gudrun und ihre Eltern, die uns zum Essen einluden. Ein “arme Leute Essen”, wie Gudrun sagte. Darüber freuten wir uns besonders, denn 1. schmeckte es ausgezeichnet und 2. spiegelte es einen sehr sympathischen und authentischen Wesenszug dieses Dorfes wieder: der Reichtum von Preuntsfelden liegt in der Anerkennung und Nutzung der eigenen Ressourcen, die auch auf den Tisch kommen.

Ihren Eltern für das Interview und die Führung durch Haus und Hof.

Elke für ihre Gaben, allesamt in Preuntsfelden entstanden. Zum Abschied brachte sie uns noch zwei Laib frisch gebackenes Brot.Abschiedsgeschenk
All jenen, die kamen, Fragen stellten und kommentierten. Durch sie reflektierten sich unsere Arbeiten. Ich lernte: Kunst bedarf in bestimmten Zusammenhängen der Erklärung, damit sie verstanden werden kann und freute mich besonders über den Wunsch verstehen zu wollen.

Der Kaba-Kuh für die Milch.

Und Günther für seine grossartige Mitwirkung bei der Performance Pediküre 2 und die letzte Runde auf dem Geräteträger um den Dorfplatz.

Image

Resteverwertung

2 Jul

Resteverwertung